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Aktuelles

 

Im Jahresprogramm 2018 finden Sie die aktuellen Termine
der kirchenmusikalischen Veranstaltungen in der Steinfelder Basilika
für das neue Jahr 2018.

Wenn Sie uns bei der Finanzierung der Orgelvespern und Vesperkonzerte unterstützen möchten, finden Sie hier nähere Informationen:
http://www.gdg-steinfeld.de/de/steinfeld/basilika-chor/freundeskreis/

 Meine eigenen Konzerttermine finden Sie hier.

  

Chorkonzert mit dem
TRINITY COLLEGE CHOIR CAMBRIDGE
Mittwoch, 11. Juli 2018 um 19.30 Uhr

Ein musikalischer Höhepunkt erwartet die Besucher in der Basilika Steinfeld am Mittwoch, 11. Juli um 19.30 Uhr. Denn dann tritt der mehrfach ausgezeichnete Trinity College Choir aus Cambridge unter Leitung von Stephen Layton auf. 

Auf dem Programm stehen folgende Werke: 

Giovanni Pierluigi da Palestrina (c. 1525–94): Exsultate Deo
William Byrd (c. 1540–1623): O Lord, make thy servant
Thomas Tallis (1505–1585): Salvator mundi
Tomás Luis de Victoria (c. 1548–1611): Ave Maria
Robert Parsons (ca. 1535–1571/2): Ave Maria
Orgel: Johann Sebastian Bach (1685–1750): An Wasserflüssen Babylon, BWV 653
Arvo Pärt (* 1935): Bogoróditse Djévo
John Tavener (1944–2013): Mother of God, here I stand
Victor Kalinnikov (1870–1927): Bogoróditse Dévo

Orgel: Johann Sebastian Bach (1685–1750): Nun danket alle Gott, BWV 657
Jaakko Mäntyjärvi (* 1963): O magnum mysterium
Eriks Ešenvalds (* 1977): The Heavens’ Flock
Einojuhani Rautavaara (1928–2016): Evening Hymn und Ekteniya of the Litany                         
Orgel: Johann Sebastian Bach (1685–1750): Fantasia super Komm, Heiliger Geist BWV 651
Herbert Howells (1892–1983): Take him, earth, for cherishing
Ralph Vaughan Williams (1872–1958): Gloria (von Messe in g-Moll)
Arnold Bax (1883–1953): This worldes joie   

Die lange Chortradition reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück. Während des Semesters widmet sich der Chor besonders dem liturgischen Gesang mit einem breitgefächerten Repertoire aus der katholischen als auch aus der protestantischen Tradition. Die Konzertreisen in den Semesterferien führten den Chor zu Städten in Europa, USA, Kanada, Südafrika, Namibia, Simbabwe, Japan, Taiwan, Peru, Australien sowie nach Hongkong. Die umfangreiche Sammlung von CD-Aufnahmen wurden kürzlich mit einem „Gramophone“ Preis gekrönt. 

Stephen Layton ist Musikdirektor beim Trinity College, Cambridge und künstlerischer Direktor und Dirigent der „City of London Sinfonia“ an. Er ist Gründer und Direktor der „Polyphony“, zugleich Musikdirektor der „Holst Singers“. Er ist weltweit als Gastdirigent tätig. Als Meister der neuen Musik hat Stephen Layton neues Repertoire vieler Komponisten uraufgeführt und hat den „Gramophone Award“ in Großbritannien, den „Diapason d’Or“ in Frankreich, den „Compact Award“ in Spanien, den deutschen Musikpreis „ECHO“ sowie vier „Grammy“ Nominierungen in den USA erhalten.

Eintrittskarten zum Preis von 20 € sind im Klosterladen/Klostercafé, Hermann-Josef-Straße 4, 53925 Kall-Steinfeld erhältlich. Da das Konzert in Kooperation mit der Stadt Korschenbroich veranstaltet wird, ist es ferner möglich, Kartenbestellungen oder –reservierungen beim Kulturamt der Stadt Korschenbroich vorzunehmen:

Kulturamt Korschenbroich, Don-Bosco-Str. 6, 41352 Korschenbroich, kultur@korschenbroich.de, Tel.: 02161/613-107 oder -212

Der Choir of Trinity College Cambridge, vom Gramophone Magazin als fünftbester Chor unter den zwanzig besten der Welt ausgezeichnet, setzt sich aus rund 30 Chor- und zwei Orgelschülern - allesamt Studenten der Universität Cambridge - zusammen.
Die Chortradition des Colleges geht zurück auf einen reinen Männerchor im 14. Jahrhundert, als ehemalige Chormitglieder der Chapel Royal in King
ʼs Hall studierten, welches später Teil des Trinity Colleges wurde.
Musikdirektoren waren u.a. Charles Villiers Stanford, Alan Gray, Raymond Leppard und Richard Marlow. Weibliche Stimmen wurden erstmals in den 1980er Jahren durch Richard Marlow zugelassen, der damit neue Wege der Chormusik in Cambridge einschlug. Seit 2006 ist Stephen Layton Musikdirektor.
Während des Semesters singt der Chor hauptsächlich die Liturgie in der College Chapel, wobei das breitgefächerte Repertoire sowohl der katholischen wie auch der protestantischen Tradition verpflichtet ist. Außerhalb des Semesters war der Chor mit Programmen wie Bachs
Weihnachtsoratorium und Messe in h-Moll mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment in London, übertragen im BBC Radio, Haydns Nelson-Messe mit der City of London Sinfonia in Aldeburgh und Cambridge, Poulencs Gloria mit der Britten Sinfonia in der Norwich Cathedral und Händels Dettinger Te Deum mit der Academy of Ancient Music in London und Cambridge zu hören.
Die umfangreiche Diskografie des Chores beinhaltet u.a. Howells
Collegium Regale, ausgezeichnet in Australien mit der Limelight Aufnahme des Jahres 2016; Howells Requiem & andere Werke, gekrönt mit einem Gramophone Award 2012; und Beyond All Mortal Dreams, eine Zusammenstellung zeitgenössischer amerikanischer A-cappella-Musik, die für einen US-Grammy Award im Jahr 2012 nominiert wurde. Fünf Aufnahmen wurden für einen Gramophone Award nominiert, zwei davon im Jahre 2015: Northern Lights, eine CD mit Chormusik des lettischen Komponisten Ēriks Ešenvalds, sowie Kenneth Leightons Crucifixus & andere Werke.
Die jüngste Veröffentlichung ist Bachs
Messe in h-Moll und wurde von der Sunday Times als ‘wonderfully fresh and athletic’ gepriesen. Zu den jüngsten Einspielungen gehören David Briggs Mass for Notre Dame, gefeiert vom Gramophone Magazin als ‘one of the finest CDs of sacred choral and organ music you’ll ever hear’; Händels Chandos Anthems, vom Gramophone Magazin als eine der 50 besten Händel-Aufnahmen aller Zeiten ausgezeichnet; Chormusik von Charles Villiers Stanford; Bachs Weihnachtsoratorium; Baltic Exchange, Chormusik aus dem Baltikum; Brittens A Ceremony of Carols & St Nicolas; Händels Dettinger Te Deum; zeitgenössische Werke des polnischen Komponisten Pawel Lukaszewski; und Yulefest!, eine Zusammenstellung geistlicher und weltlicher Weihnachtsmusik, die alle beim Label Hyperion veröffentlicht wurden.
Umfangreiche Konzerttourneen führten den Chor nach Europa, in die USA, Kanada, Südafrika, Namibia, Zimbabwe, Japan, Taiwan, Hong Kong und Peru. Zu den jüngsten ausverkauften Auftritten in Nordamerika gehören Konzerte im
Rahmen der Nationalkonventen der American Guild of Organists und des Royal Canadian College of Organists. 2010 und jüngst 2016 unternahm der Chor eine einmonatige Tournee durch Australien.
Alle Gottesdienste aus der Trinity College Chapel werden live im Internet übertragen und können auf der Website des Chores wiedergegeben werden:
www.trinitycollegechoir.com. Ein durchsuchbares Archiv aus mehr als 4.000Musikstücken, die in den letzten Jahren live im Gottesdienst aufgenommen wurden, ist ebenfalls auf der Website verfügbar.

Stephen Layton
Stephen Layton ist einer der gefragtesten Dirigenten seiner Generation. Er wird oft als einer der bedeutendsten Vertreter der heutigen Chormusik beschrieben. Seine bahnbrechende Vorgehensweise hat die Chormusik in den letzten 30 Jahren tief beeinflusst. Layton ist Fellow und Musikdirektor am Trinity College Cambridge, sowie Gründer und Direktor des Chores Polyphony und Musikdirektor der Holst Singers. Vorherige Positionen waren Chefdirigent des Niederländischen Kammerchores, Erster Gastdirigent des Dänischen Nationalen Vokalensembles, Künstlerischer Leiter und Chefdirigent der City of London Sinfonia und Musikdirektor der Temple Church in London.
Layton wird regelmäßig eingeladen, mit den weltweit führenden Chören, Orchestern und Komponisten zu arbeiten.
Seine Interpretationen waren vom Sydney Opera House bis zum Concertgebouw, von Tallinn bis São Paolo zu hören, und seine Aufnahmen haben jeden großen internationalen Aufnahmepreis gewonnen oder Nominierungen dafür erhalten. Er wurde ausgezeichnet mit zwei Gramophone Awards (und weitere zehn Nominierungen), fünf Grammy-Nominierungen, dem Diapason d'Or de l'Année in Frankreich, dem Echo Klassik in Deutschland, dem
spanischen CD-Compact Award und Australiens Limelight Recording of the Year.
Layton ist ständig gefragt, neue Werke der größten etablierten und aufstrebenden Komponisten unserer Zeit aufzuführen. Mit seiner leidenschaftlichen Erforschung neuer Musik hat Layton eine große Auswahl an neuen Chorwerken in Großbritannien und dem Rest der Welt bekannt gemacht, was viele der Werke zum festen Bestandteil des heutigen Chorrepertoires gemacht hat. Zu seinen langjährigen Komponistenpartnerschaften gehören Arvo Pärt und Sir John Tavener; im Baltikum Eriks Ešenvalds, U
ģis Prauliņš und Veljo Tormis; und in den USA Morten Lauridsen und Eric Whitacre, von dessen Musik unter Laytons Leitung zwei Grammy-nominierte Aufnahmen entstanden sind.
Weitere preisgekrönte CDs sind Einspielungen mit Werken von Britten, James MacMillan, Bruckner, Händel (darunter die Auszeichnung “Beste
Messiah Aufnahme” des BBC Music Magazines mit Britten Sinfonia) sowie Bachs Johannespassion, Weihnachtsoratorium und h-Moll-Messe mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment. Laytons Aufnahmen haben regelmäßig neue Wege eingeschlagen und eine neue Klangwelt innerhalb der britischen Chormusik geschaffen.

 

Steinfelder Mittagsgebet
von Montag, 16. Juli, bis Freitag, 20. Juli, 11.30 – 12.00 Uhr

Unter dem Motto „30 Minuten Zeit für Gott – Besinnung und Orgelmeditation“ findet in der Sommerzeit eine Woche lang das „Steinfelder Mittagsgebet“ in der Steinfelder Basilika statt.

Von Montag, 16. Juli, bis Freitag, 20. Juli, besteht, jeweils von 11.30-12.00 Uhr, die Möglichkeit, innezuhalten und auf Gottes Wort zu hören. Zu Texten, die die Steinfelder Pastoralreferentin Alice Toporowsky vorträgt, wird der Steinfelder Basilikaorganist Andreas Warler dazu passende Orgelwerke und Improvisationen spielen.

 

INTERNATIONALER ORGELSOMMER
Sonntag, 22. Juli 2018, 16 Uhr

Programm

Am Sonntag, 22. Juli, wird im Rahmen des „Internationalen Orgelsommers 2018“ der in Japan bekannte blinde Organist Genzoh Takehisa aus Tokio an der historischen König-Orgel konzertieren. Er wird Orgelwerke von Bach, Böhm, Buxtehude, Frescobaldi, Sweelinck und Vivaldi spielen. Begleitet wird Genzoh Takehisa von seiner Studentin, der Organistin und Violinistin Mariko Yamaguchi, mit der er zwei Werke für Orgel und Violine sowie eine Bearbeitung des „Andante con moto“ von Mendelssohn Bartholdys „Italienischer Symphonie“ für Orgel zu vier Händen spielen wird.

Der Eintritt zu den sonntäglichen Vesperkonzerten ist generell frei,
um aber die entstehenden Kosten zu bestreiten wird eine Spende in Höhe von wenigstens 5 Euro erbeten.

Genzoh Takehisa absolvierte die »Tokyo University of the Arts« mit dem Master-Abschluss. Seine Master-Arbeit schrieb er über die musikalische Rhetorik in der Vor-Bach'schen-Musik-Epoche. Er hat ein unglaublich breites Repertoire, das von der mittelalterlichen bis zur zeitgenössischen Musik reicht.
Er hat bereits mehr als 1.000 Konzerte in Japan und anderen Ländern gespielt, darunter mehrere Konzerte auch in Deutschland.
Bemerkenswert ist, dass seine Aufführungen von Buxtehude, Bach und anderen deutschen Komponisten für seine unkonventionellen und doch authentisch akzeptablen Interpretationen sehr hohe internationale Anerkennungen erhalten haben.
Genzoh Takehisa geht darüber hinaus: Seine Kompositionen und Arrangements wurden auf CDs veröffentlicht und erhielten ebenfalls hohe Bewertungen. Neben seinem Musizieren ist er sehr daran interessiert, Tasteninstrumente herzustellen. Im Jahr 1991 wurde Herr Takehisa als einer der Juroren zum internationalen Cembalo-Herstellerwettbewerb in Atlanta, USA, eingeladen. Ebenso war er als Juror bei zahlreichen Musikwettbewerben.
Zusätzlich zu seinem solistischen Musizieren erweitert er seinen musikalischen Horizont immer wieder, was durch seine fortwährenden energischen Aktivitäten zum Ausdruck kommt, insbesondere durch sein Orchester Conversum Musicum seit 2000. Neben öffentlichen Auftritten lehrte er von 1998 bis 2010 an der Ferris University in Yokohama, einer Hochschule für Musik.
Seine jüngsten Soloaktivitäten zogen internationale Aufmerksamkeit auf sich: Er spielt jedes Jahr in europäischen Ländern wie Deutschland, Litauen, Island, Schweden usw. und spielt dort Orgeln, Cembali, Klaviere und andere Musikinstrumente.

 

INTERNATIONALER ORGELSOMMER
Sonntag, 5. August 2018, 16 Uhr

Programm

Zum vierten „INTERNATIONALEN ORGELSOMMER“ wird am Sonntag, 5. August der in Letohrad, Tschechien, wirkende Organist Frantisek Vanicek die Orgelvesper gestalten.

Er war schon häufiger zu Gast in Steinfeld und ist mit der historischen König-Orgel sehr vertraut.

In seiner diesjährigen Orgelvesper wird er Werke der Abrockzeit aus Deutschland, Österreich, Tschechien und England spielen. 

Weitere Veranstaltungen innerhalb des „INTERNATIONALEN ORGELSOMMERS“:
am 12. August als Abschlusskonzert des „Orgelmarathons Eifel“ der Kantor an der Frauenkirche Dresden, Matthias Grünert,
am 19. August Jonathan Dimmock aus San San Francisco (USA),
am 2. September Jan Van Mol aus Mechelen (Belgien).

Der Eintritt zu den sonntäglichen Vesperkonzerten ist generell frei,
um aber die entstehenden Kosten zu bestreiten wird eine Spende in Höhe von wenigstens 5 Euro erbeten.

Frantisek Vanicek (*1969) gewann nach dem Studium am Konservatorium in Pardubice (J. Rafaja) und an der Akademie der musischen Künste in Prag (J. Hora) Erfahrungen an der Akademie der Kunst in Utrecht.
Er erwarb zweiten Preis beim Albert-Schweitzer-Orgel-Wettbewerb im holländischen Deventer im Jahre 1991.
Im selben Jahr bewertete der tschechische Musikfonds seine ausländische Repräsentierung mit dem Prestigepreis Premier prix. Seit 1989 spielte er über 800 Orgelsolokonzerte, vor allem im Ausland (z. B. Japan, USA, Australia, Singapur, Italien, Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Polen, Dänemark, Schweden, Norwegen, Slowakei usw.), vor allem aber in den Niederlanden.
Er half hier eine Humanitärmission zu erfüllen, bei der Sammlung, die zugunsten der Opfer des Hochwassers im Jahre 1997 veranstaltet wurde.
Das Publikum und die Kritik schätzen sein »famoses und glänzend beherrschtes Spiel« (De Orgelvriend, 1991), »den hervorragenden Künstler« (Corriere di Torino, 1994), »faszinierendes Orgelspiel« (Frankfurter Neue Presse, 1999) oder »Orgelmusik in Perfektion« (PNP Passau, 2009).
Seit dem Jahre 1995 unterrichtet er das Orgelspiel an der Universität Hradec Kralové.

 

OrgelMarathon Eifel 2018:
Eine außergewöhnliche Konzertreihe – Eintritt frei

Wenn ein Mann an fünf aufeinander folgenden Tagen 32 verschiedene Orgeln bespielt – das sind bis zu 8 Konzerte am Tag – dann kann man mit Fug und Recht von einem Marathon sprechen. Und so heißt die Veranstaltungsreihe auch: „OrgelMarathon Eifel 2018“, der vom 08. bis 12. August 2018 in der Nordeifel und dem benachbarten Belgien stattfindet.

Der Organist ist kein geringerer als Matthias Grünert, Kantor der Dresdener Frauenkirche. Konzertreisen führten Grünert bereits in bedeutende Kulturzentren von Island bis Japan. Er musizierte vor Persönlichkeiten wie dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Obama und Papst Franziskus. Nun gastiert er in der Eifel und beschert der Region ein außergewöhnliches Konzert-Highlight, das sich Musikfans nicht entgehen lassen sollten.

Die Idee dahinter: Das besondere Musikprojekt verbindet Konfessionen miteinander und soll auf die vielfältige Orgellandschaft aufmerksam machen. In Kirchen und Klöstern der Region werden jeweils halbstündige Konzerte erklingen, dann reist der Organist zur nächsten Spielstätte weiter. Das Repertoire reicht von klassisch bis modern, kein Stück wiederholt sich während des Marathons. Und: alle Konzerte sind kostenlos für die Besucher. 

Den OrgelMarathon gibt es bereits seit über 10 Jahren. Die Idee hatte ein Freundeskreis im Eichsfeld. Er suchte einen professionellen Organisten, der eine solche außergewöhnliche Konzertreise von Kirche zu Kirche unternehmen kann. Die Idee umzusetzen war nahezu aussichtslos, da die allermeisten Organisten lange Vorbereitungszeiten an den unbekannten Orgeln benötigen. Grünert war der einzig geeignete. Und er blieb der außergewöhnlichen Reihe treu, obwohl er an die Dresdner Frauenkirche berufen wurde. Seit 2004 findet nun die „OrgelArena“ bzw. der „OrgelMarathon” jährlich in wechselnden Regionen statt und bringt damit höchste Kultur bis in die kleinste Dorfkirche. Nach der Lausitz 2012, Mittelfranken 2013, der Sächsischen Schweiz 2014 und 2016 die Altmark kommt nun die Eifel in den Genuss des OrgelMarathons.

Organisiert wird der OrgelMarathon vom Verein Kirchenklang e. V., der 2009 in Greiz gegründet worden ist. Die Mitglieder des Vereins kümmern sich um die Organisation, die Auswahl und die Vorbereitung der Orgeln.

Und so sieht der Spielplan aus:

Mittwoch, 8. August 2018 Aachen
13:00 Uhr Dom
14:00 Uhr Annakirche
15:30 Uhr St. Johann Baptist
16:15 Uhr St. Michael
17:45 Uhr St. Martinus (Richterich)
19:45 Uhr St. Donatus (Brand)

Donnerstag, 9. August 2018
10:00 Uhr Nideggen
11:30 Uhr Euskirchen - Großbüllesheim
14:00 Uhr Euskirchen - Kuchenheim
15:00 Uhr Euskirchen Herz-Jesu-Kirche
16:30 Uhr Euskirchen - Flamersheim
17:30 Uhr Euskirchen - Kirchheim
19:00 Uhr Mechernich - Kommern

Freitag, 10. August 2018
10:00 Uhr Monschau
11:30 Uhr Roetgen
14:00 Uhr Stolberg - Breinig
15:30 Uhr Kelmis
16:30 Uhr Lontzen
17:30 Uhr Walhorn
18:30 Uhr Eupen Friedenskirche
19:30 Uhr Raeren

Samstag, 11. August 2018
10:00 Uhr Hellenthal
11:00 Uhr Hellenthal, Fa. Weimbs Werkstattkonzert
14:30 Uhr Baasem
16:00 Uhr Hillesheim
17.30 Uhr Aremberg
19:00 Uhr Tondorf

Sonntag, 12. August 2018
10:00 Uhr Schleiden Schlosskirche
11:00 Uhr Schleiden - Herhahn
12:00 Uhr Schleiden – Gemünd, St. Nikolaus
14:30 Uhr Schleiden – Gemünd, evang. Kirche
16:00 Uhr Steinfeld

In seinem Abschlusskonzert in der Steinfelder Basilika wird Matthias Grünert Orgelwerke von Johann Sebastian Bach zu Gehört bringen. So erklingen unter anderem: Praeludium und Fuge Es-Dur, BWV 552, Choralpartita „O Gott, du frommer Gott“, BWV 767, Praeludium und Fuge c-Moll,m BWV 546.

Matthias Grünert wurde am 1973 in Nürnberg geboren. Erste prägende musikalische Eindrücke empfing der Sohn eines Kirchenmusikerehepaares als Sänger im Windsbacher Knabenchor. Nach dem Abitur studierte er Kirchenmusik A, Gesang und Orgel an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth und an der Hochschule für Musik in Lübeck. Weiterführende Impulse erhielt er bei Kursen von F. Tagliavini, J. Laukvik, M. Radulescu. Er ist Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe, so z.B. des Internationalen Wettbewerb für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker 2000.
Während des Studiums war er Assistent des Lübecker Domchores und Kirchenmusiker an St. Petri im Luftkurort Bosau, wo er die regional beliebte Konzertreihe Bosauer Sommerkonzerte organisierte.
In den Jahren 2000 – 2004 war er als Stadt- und Kreiskantors in thüringischen Greiz tätig und brachte dort an der Stadtkirche St. Marien 2003 u. a. das gesamte Orgelwerk Bachs zur Aufführung. 2004 wurde er als erster Kantor der Dresdner Frauenkirche berufen und trat dieses Amt im Januar 2005 an. Seitdem ist er künstlerisch verantwortlich für die gesamte Kirchenmusik im wieder erbauten Barockbau. Matthias Grünert gründete den Chor der Frauenkirche und den Kammerchor der Frauenkirche, die er beide zu einer festen Größe in der Kulturlandschaft Mitteldeutschlands etablieren konnte. Die stilistische Bandbreite der Chöre umfasst ein umfangreiches Repertoire, das nicht nur die bekannten Werke der Oratorienliteratur einschließt, sondern auch zahlreiche unbekanntere a-cappella-Kompositionen und selten zu hörende Chorsinfonik bereit hält. So engagiert sich Matthias Grünert in vielen Erstaufführungen auch für die Wiederentdeckung Dresdner Komponisten des Spätbarock und der Klassik, darunter Werke aus der Feder von Hiller, Naumann, Weinlig, Homilius und Franz Anton Schubert.
Der Schwerpunkt des großen Chores mit seinen 100 Sängerinnen und Sängern liegt auf dem 19. Jahrhundert und pflegt u.a. alle wichtigen Oratorien von Mendelssohn, Brahms, Dvorak und Elgar. Der Kammerchor widmet sich in seiner Arbeit besonders Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts, mit dem besonderen Fokus auf die Werke Johann Sebastian Bachs und hält alle Messvortonungen und Oratorien von Monteverdi, Bach, Haydn und Mozart im Repertoire. Das von ihm initiierte und aus Musikern der Sächsischen Staatskapelle und Dresdner Philharmonie bestehende ensemble frauenkirche ist ständiger musikalischer Partner bei vielen Aufführungen vor Ort und darüber hinaus auf Gastspielreisen besonders mit Werken des 18. Jahrhunderts präsent.
Als Dirigent arbeitet Matthias Grünert mit vielen namhaften Solisten und Orchestern regelmäßig zusammen, so mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim, dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Cottbus, dem Chemnitzer Barockorchester, dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera oder der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Gastspiele als Organist und Dirigent führten ihn bisher an zahlreiche Orgeln ebenso wie in viele Musikzentren, beispielsweise nach Japan, Island, Frankreich, Belgien, Österreich, Italien, Tschechien, Polen und in die Schweiz. Als Organist ist er gern gesehener Duopartner profilierter Musiker, wie beispielsweise dem Jazzschlagzeuger Günter Baby Sommer, der Barockflötistin Susanne Ehrhardt oder dem Solotrompeter Mathias Schmutzler. Eine umfassende Diskographie weist die musikalische Vielfalt Matthias Grünerts aus, darunter viel beachtete CD-Einspielungen u.a. bei Sony, Berlin Classics und Rondeau. Darüber hinaus dokumentieren zahlreiche Fernseh- und Rundfunk-Aufnahmen sein musikalisches Wirken.
Seit dem Wintersemester 2008/09 hat er einen Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden inne. Zudem ist er Autor von Klavierauszügen und Continuoaussetzungen für den Musikverlag Breitkopf&Härtel.

 

Kleines Orgelkonzert
Donnerstag, 16. August 2018, 20 Uhr

Am Donnerstag, 16. August 2018, findet um 20 Uhr in der Steinfelder Basilika das nächste „Kleine Orgelkonzert“ mit dem Steinfelder Basilikaorganisten Andreas Warler statt.
Die "Kleinen Orgelkonzerte" finden, anders als die großen Orgelvespern, abends um 20 Uhr an unterschiedlichen Wochentagen auf das Jahr verteilt statt. Für den Organisten an der Basilika sind sie Gelegenheit, kleine, fast vergessene Schätze der Orgelmusik genauso aufzuführen wie die berühmteren Werke. Eine ausführliche inhaltliche Einführung ist Bestandteil des Programms. Sofern die Besucherzahlen es zulassen, gibt es während des Konzertes die Möglichkeit, das Spiel des Organisten von der Empore der Basilika zu verfolgen.

Der Eintritt ist frei(willig). 

 

INTERNATIONALER ORGELSOMMER
Sonntag, 19. August 2018, 16 Uhr

Programm

Am Sonntag, 19. August, wird im Rahmen des „Internationalen Orgelsommers 2018“ der US-Amerikaner Jonathan Dimmock aus San Francisco an der historischen König-Orgel konzertieren. Er wird Orgelwerke von Bach (Fantasie und Fuge g-Moll, BWV 542, „Allein Gott in der Höh“, BWV 676), Boyvin, Buxtehude (Choralfantasie „Nun freut euch liebe Christen g’mein) und Mendelssohn Bartholdy (Allegro, Choral und Fuge d-Moll) zu Gehör bringen.

Die letzte Veranstaltung innerhalb des Internationalen Orgelsommers findet am 2. September mit dem belgischen Organisten Jan Van Mol aus Mechelen statt.

Der Eintritt zu den sonntäglichen Vesperkonzerten ist generell frei,
um aber die entstehenden Kosten zu bestreiten wird eine Spende in Höhe von wenigstens 5 Euro erbeten.

Jonathan Dimmock (www.JonathanDimmock.com) ist ein international bekannter Konzertorganist, Dirigent, Korrepetitor und Kammermusiker.  Mit seinen Studienabschlüssen in Oberlin und Yale hat er das Privileg, als einziger Amerikaner als Organist in die Westminster Cathedral von London berufen worden zu sein.  Ebenso war er Organist von St. John the Divine (New York), St. Mark's (Minneapolis) und Grace (San Francisco).  Über 12 Jahre war er Organist an der St. Ignatius Church in San Francisco (größte Jesuitenkirche der USA).  Derzeit ist er Organist des San Francisco Symphony.  Er ist Begleiter von "Congregation Sherith Israel" in San Francisco und der erste Organist von "California Palace of the Legion of Honor."  Er ist Professor für Orgel an der Sonoma State University und Artist-in-Residenz von First Presbyterian Church, Oakland, California.
Er spielte mehr als 40 CDs ein, u. a. wirkte er mit bei einer Aufnahme von Malers 8 Sinfonie mit der San Francisco Symphony mit, die einen Grammy erhielt.  Er machte Einspielungen für zahlreiche internationale Radiosender.
Zu seinen Lehrern gehören u. a. Olivier Messiaen, Simon Preston, Gillian Weir, Jean Langlais, Ton Koopman, Harald Vogel und Naji Hakim.
Dimmock ist Mitbegründer der "American Bach Soloists," Direktor des "Artists' Vocal Ensemble" und President von "Resonance," einem Verein, der Musik bei internationalen Konflikten zur besseren Verständigung einsetzt.  Es ist ihm ein Anliegen, die Schönheit der Musik mit spirituellen Themen der Welt in Einklang zu bringen.